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Der Münchner Gitarrist Johannes Öllinger spielt als Solist und Kammermusiker, in Ensembles und Orchestern. Sein Spektrum reicht von Alter Musik auf historischen und modernen Instrumenten über das klassische Gitarrenrepertoire bis hin zu zeitgenössischer Musik verschiedener Genres. Seine Hauptinstrumente sind die Konzertgitarre und die E-Gitarre, daneben Banjo, Theorbe und E-Bass.

 

Als Solist konzertierte er mit dem Ensemble Resonanz, dem Chor des BR und dem Münchener Kammerorchester in der Laeiszhalle Hamburg, dem Prinzregententheater München, dem Konzerthaus Wien, der Franz Liszt Akademie Budapest und bei den Salzburger Festspielen. Seine Solokonzerte, bei denen er immer wieder neue programmatische Schwerpunkte setzt, werden von Publikum und Kritik hoch gelobt.

 

Er ist regelmäßig Gastmusiker bei Ensembles wie Resonanz, Musikfabrik, Ascolta, Ostravska Banda, dem Ensemble Modern Orchestra, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Symphonieorchester des BR und dem Bayerischen Staatsorchester. Dies führte zur Zusammenarbeit mit den Dirigenten Peter Eötvös, Johannes Kalitzke, Titus Engel, Ingo Metzmacher, Peter Rundel sowie den KomponistInnen Helmut Lachenmann, Tristan Murail, Georges Lentz, Tom Sora, Tobias Schwencke, Brigitta Muntendorf, Helmut Oehring, Klaus Schedl, Stepha Schweiger und vielen anderen.

 

Er spielt im Gitarrenduo steuber.öllinger, welches sich dem zeitgenössischen Repertoire widmet und zu Festivals in Deutschland, Polen und den USA eingeladen wurde. Im Programm datingORFEO mit Catrin Kirchner interpretiert er barocke Arien mit Western- und E-Gitarre. Außerdem begleitet er Lesungen des Autors Alois Prinz, dessen Biografien er mit Instrumentalmusik und Liedern kommentiert.

 

Als Darsteller und Musiker unter der Regie von Andreas Bode, Anna Malunat und Florentine Klepper war er in verschiedenen (Musik-)Theaterproduktionen zu sehen auf Kampnagel Hamburg, in der Opera Stabile Hamburg, dem FFT Düsseldorf, dem  Radialsystem Berlin, dem Theater an der Wien und der Frankfurter Oper. Teilweise übernahm er dabei auch die musikalische Leitung und Einrichtung.

 

Als Improvisator beschäftigt er sich mit den erweiterten klanglichen Möglichkeiten seiner Instrumente im Zusammenspiel mit anderen, mit Zufall und Ausdruck, aber auch mit Licks und Grooves. 

 

Er schreibt Songs und Brieflieder, deren Textbausteine den Briefen bedeutender Persönlichkeiten entnommen sind.

 

Johannes Öllinger hatte Gitarrenunterricht bei Christian Kelnberger und Augustin Wiedemann und studierte in Berlin und Würzburg bei Daniel Göritz und Jürgen Ruck. Unter anderem erhielt er einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert 2000, den dritten Preis beim IV. Concorso Internationale Ruggero Chiesa 2008, den Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt 2008, den Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreis 2012 mit dem Duo steuber.öllinger, das Musikstipendium der Landeshauptstadt München 2015  sowie den Bayerischen Kunstförderpreis 2017.